Letzte Woche - Freitag den 8. und Samstag den 9. Juni - haben wir es getan.
Wir sind die Ötzistrecke abgefahren und bei normalem bis gutem Ötziwetter (Regen und Sonne) über alle Berge gekommen.
Um es vorweg zu nehmen: der Veranstalter übertreibt maßlos:
es sind weder 238 km noch 5500 Höhenmeter. Alles viel einfacher: 230km und 5200 Höhenmeter - also alles nur halb so wild!
Tag 1: Anfahrt von München nach Sölden mit zunehmender Beregnung, bis kurz vor Sölden schließlich Wolkenbruch. Und diese Strecke müssen wir ja wieder zurück. Sölden liegt schon recht weit im Ötztal, welches beim Ötzi ja anfangs bergab bis Ötz befahren wird. Und uns wurde es mulmig, weil dieser Wolkenbruch würde für uns bedeuten: auf den ersten 10 Kilometern klitznasch zu werden. Und als wir schließlich aufbrechen wollen fängt es an zu regnen...hilft ja ix - wir einfach los, es war ja kein durchgehend bedeckter Himmel - sondern 'nur' so ein paar dunkel dräuende Düsterwolken.
Und? ois easy :-) wir haben ein paar Tropfen abbekommen und das war's. Bis Ötz.
Dann geht's dort im Ort sofort steil hinauf zum Kühtai Sattel - kraftsparend fahren war angesagt: das Ding ist kein Anstieg, sondern eine Treppe: von flach zu steil (bis angeblich 18 %) und flach zu steil und flach zu steil und noch steiler (plus eine längere Regenpause).
Die Abfahrt vom Kühtai ist was für Raser: selbst beim Test und entsprechend vorsichtiger Fahrweise bin ich mehrmals auf 86 km/h gekommen - und Zuckerhunger bekam ich auch - im Inntal also in den nächstbesten Supermarkt und die zweite Regenpause mit Energiezufuhr verbracht.
Auf nasssssser Fahrbahn durch Insbrucks malerische Autobahn-Bundesstrassen-Bahnhofsviertelgegend auf die alte Brennerbundesstrasse und auf ebenfalls nasser Strecke zügig gen Brenner. Läßt sich ganz gut fahren, ein kurzes steileres Stückscken am Ende ist kein Problem und eh man sich versieht ist Sterzing erreicht, grüßt mit malerischem Postkartenromantikaltstadtaussehen und Südtiroler Blasmusik. Und einer Pizzeria mit Wagenrad großen Pizze, die außerdem noch hervorragend schmecken (Pizzeria Ristorante Biwak - sehr zu empfehlen, wenn auch nicht schön gelegen am Nordeingang von Sterzing, direkt am Strommasten). Bis dahin sind wir gut 135 km geradelt un dhaben ca 2100 Höhenmeter erklommen - den größeren Teil der Strecke, aber erst 2/5 der Höhenmeter....
Tag 2: fast nur schönes Wetter und Myriaden Motorradfahrer, die zu 2/3 Bergrennen veranstalten ohne es zu beherrschen und permanent Spass daran haben Radfahrern zu zeigen, dass Sie einen jederzeit von der Strasse pusten können.
Allen Motorradlern, die erstens ihr Gerät beherrschen und zweitens in angemessenem Abstand überholen ein herzlicher Dank (zwei oder drei waren's schon).
Jaufenpass: ein extrem gleichmäßiger Anstieg über die gesamte Länge von knapp 16 km. Wer hier den Rhythmus findet wird wie in Trance raufkommen - ohne Probleme, da auch keine Steilstücke drin sind.
Vielen Dank nochmal an den Materialwagen bzw die Fahrerin desselben, die uns immer wieder anfeuerte (und Ihren Fahrer - den Sie bei dessen Ötzitest begleitete natürlich auch).
Sehr schöne, kurvige Abfahrt nach St Leonhard, wo jeder zweite Mensch Hofer heisst (nach dem Andi Hofer Napoleon Besieger und trotzdem hingerichtet Helden der Region). Dort etliche Cappus in heißer Italiasonne gesüffelt und ab zum letzten und härtesten Ansteig:
Timmelsjoch.
Hui.
Hoch -> 2509 m
1800 Höhenmeter am Stück.
Und die Letzten 600 Höhnemeter am steilsten.
Aber selbst das ging und nach 'nem Plausch mit einem Berliner Paar (Parole: Brustbild) , die Torsten nach dessen Ankunft am Joch die Wartezeit auf mich verkürzten geht's mit erschöpften Wasservorräten nach Sölden - wieder in rasender Abfahrt, der kurze und fiese letzte Anstieg zur Mautstelle und schließlich - durch ein paar Abschiedsregentropfen - ins sonnige Sölden.
Wau.
Det war ne jeile Tour - und machbar isse auch - im Sinne einer Tagestour namens 'ötztaler Radmarathon'. Natürlich schlägt jetzt wieder der Größenwahn zu, denn wir hatten ja eine recht geruhsame Nacht dazwischen geschoben. Dennoch - mit Durchschnittspuls im GA1 und dem Wissen, was da auf einen zukommt, sollte die Ötzi machbar sein. Zumindest bei akzeptablem Wetter.
So.
Ende ersma - und Tschö bis zum nächsten Mal - verschwinde jetzt zwei Wochen an den Gardasee in einen internetfreien Haushalt und werde ein bisserl mit dem MTB trainieren, mit Frau und Kind viel Spass haben und wieder berichten!
Freitag, 15. Juni 2007
Freitag, 1. Juni 2007
Oh je, Oh Schmerz, Oh Leiden
Was soll man nur sagen - die Knie schmerzen bei Toast (warum? seit wann?), alle haben gedopt und jetzt auch noch meine Beichte: auch ich.
Ja - auch ich. Ich habe nicht nur gedopt - ich dope immer noch. Täglich. Vom bösen Hausarzt verschrieben. Thyroxin. Seit etwa zwei Jahren, angefangen bei 75 mg bis nunmehr seit ca drei Monaten 25mg täglich, so dass mein Schilddrüsenhormonspiegel in einem Bereich liegt, der bei den meisten anderen Leuten als 'normal' angesehen wird. Damit hoffen wir, meine Infektanfälligkeit in den Griff zu bekommen - ob es in den vergangenen Jahren was gebracht hat, bezweifle ich - zumindest auf den gesamten Zeitraum; das erste Jahr dagegen war recht gut.
Mein Mitmotivator, großes Vorbild und Lehrer Torsten hat Probleme - wir haben seit drei Wochen nicht mehr miteinander gequatscht und ich sehe nur noch im Blog, was er für Leiden durchmacht. DAS MUSS SICH ÄNDERN - und wird es auch.
Aber: Du bist nicht allein! Die Leiden des (nicht mehr ganz) jungen W: in Folge der Heidelberger Hitzeschlacht ist mir das Aufkommen des diesjährigen Asthma/Heuschnupfen-Leidenszeitraumes ein- und aufgefallen. Kein wirklich schlimmer Zustand - allerdings Matsch im Kopf, statt schwerer Beine eine 'schwere Lunge' und immer viel Niesen und Kratzen im Hals.
Und was viel schlimmer ist: mein Gewicht hat seit Jahresbeginn sehr langsam, aber stetig zugenommen - und nun muss ich feststellen, dass ich mich in der oberen Hälfte der 70er Kiloklasse eingerichete habe - BMI also inzwischen wieder bei >25. Und auch die Körperfettwaage zeigt mir seit zwei Tagen böse Daten: 20 % Fett. Diesen Wert hatte ich das Letzte Mal am 30.12.2005 !! Die Angaben sind zwar ungenau, aber im Trend eindeutig - vorbei die Zeiten mit drei Kilo weniger und 17 % Fett als normaaaaal.
Maßnahmen: trotz Asthma-/Heuschnupfen regelmäßig mäßig trainieren, ab heute keine Kalorienbomben mehr zu mir nehmen (gerade in Heidelberg war die Verpflegung sündhaft gut - plus diverse Zuckerbomben als Dauerbrennerfutter) und mich dem neuen - alten Ziel der 70 Kilo zuwenden.
Ja - auch ich. Ich habe nicht nur gedopt - ich dope immer noch. Täglich. Vom bösen Hausarzt verschrieben. Thyroxin. Seit etwa zwei Jahren, angefangen bei 75 mg bis nunmehr seit ca drei Monaten 25mg täglich, so dass mein Schilddrüsenhormonspiegel in einem Bereich liegt, der bei den meisten anderen Leuten als 'normal' angesehen wird. Damit hoffen wir, meine Infektanfälligkeit in den Griff zu bekommen - ob es in den vergangenen Jahren was gebracht hat, bezweifle ich - zumindest auf den gesamten Zeitraum; das erste Jahr dagegen war recht gut.
Mein Mitmotivator, großes Vorbild und Lehrer Torsten hat Probleme - wir haben seit drei Wochen nicht mehr miteinander gequatscht und ich sehe nur noch im Blog, was er für Leiden durchmacht. DAS MUSS SICH ÄNDERN - und wird es auch.
Aber: Du bist nicht allein! Die Leiden des (nicht mehr ganz) jungen W: in Folge der Heidelberger Hitzeschlacht ist mir das Aufkommen des diesjährigen Asthma/Heuschnupfen-Leidenszeitraumes ein- und aufgefallen. Kein wirklich schlimmer Zustand - allerdings Matsch im Kopf, statt schwerer Beine eine 'schwere Lunge' und immer viel Niesen und Kratzen im Hals.
Und was viel schlimmer ist: mein Gewicht hat seit Jahresbeginn sehr langsam, aber stetig zugenommen - und nun muss ich feststellen, dass ich mich in der oberen Hälfte der 70er Kiloklasse eingerichete habe - BMI also inzwischen wieder bei >25. Und auch die Körperfettwaage zeigt mir seit zwei Tagen böse Daten: 20 % Fett. Diesen Wert hatte ich das Letzte Mal am 30.12.2005 !! Die Angaben sind zwar ungenau, aber im Trend eindeutig - vorbei die Zeiten mit drei Kilo weniger und 17 % Fett als normaaaaal.
Maßnahmen: trotz Asthma-/Heuschnupfen regelmäßig mäßig trainieren, ab heute keine Kalorienbomben mehr zu mir nehmen (gerade in Heidelberg war die Verpflegung sündhaft gut - plus diverse Zuckerbomben als Dauerbrennerfutter) und mich dem neuen - alten Ziel der 70 Kilo zuwenden.
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