Freitag, 13. Juli 2007

Ich dope nicht mehr. Und Langdistanzen kommen !

Kurz vor unserem Juniurlaub habe ich übrigens die Thyroxineinnahme gestoppt.
Warum? Erstens war die Dosis so minimal, dass ich einfach mal probieren will, wie es geht ohne das Hormon. Zusätzlich habe ich keine Lust mehr, alle viertel Jahr zum Arzt zu laufen, Blut abnehmen zu lassen und die Feststellung zu hören, mein Wert sei unter 'normal' und dann wieder ein Päckle bekomme, dass wieder ein viertel Jahr reicht, um dann wieder.....

Sonntag den 15.07. kommt die erste Langdistanz unter die Räder: es ist angerichtet für die Pfaffenwinkelradrundfahrt. Diese entspannte Veranstaltung ist keine RTF (d.h. es gibt keine Punkte für die RTF-Wertung von Lizenzfahrern des Bund Deutscher Radler (BDR)), sondern einfach nur eine wunderwunderschöne Strecke, ausgeschildert von den Peitinger Radlern und von vielen sehr freundlichen und engagierten Helfern betreut. Es gibt vier Runden, die längste ist mein Ziel mit ca 205 km. Zwei Wochen später der Arberradmarathon (hier gibt's RTF Punkte), mit der 250 km Runde (eigentlich sind's nach meinem Tacho nur 240 km...aber die offiziellen Zahlen wollen wir mal als Referenz gelten lassen).
Etwas unheimlich ist mir die Pfaffenwinkelradrundfahrt (ein schönes Wort) - die fahre ich nun zum 5.mal in Folge - war sozusagen die Einstiegstour in die Marathonveranstaltungswelt - und da war bisher und wird auch Sonntag wieder sein nur schönstes Wetter. Wie machen die das? Pfaffenwinkel? Hat da vielleicht der Name theologisch begründete Bezüge zur Wettergestaltung? Wenn ja, bitte ich um weniger Wind als sonst - Sonne ist ok, aber es muss ja nicht immer so kräftig pusten, oder?!
Ich freue mich sehr auf die Pfaffenwinkelradrundfahrt (ein wirklich schönes Wort) - allerdings (und jetzt der Schluß zum einleitenden Thema) ist mir ein wenig bang: das Absetzen des DOpingmittels Thyroxin zeigt nach nunmehr vier Wochen zunehmend deutlich die Folgen des Fehlens der künstlichen Hormonzufuhr: bereitwillige Müdigkeit, wesentlich stärkeres Schwitzen und sehr starke Leistungsschwankungen. Die Summe dieser Erfahrungen läßt mich die aktuelle (wieder abflauende) Dopingdiskussion in ganz anderem Lichte sehen. Anders gesagt: Erfolg verwöhnt und es ist nicht leicht zu akzeptieren, dass der eigene Körper doch schon recht früh an seine Grenzen kommt. Andererseits erwacht nun in mir der Ehrgeiz, die Saisonziele ohne medizinische Hilfsmittel zu erreichen und es bleiben zwei Mittel, die Ziele dennoch zu erreichen: meine inzwischen wieder 76 kg auf unter 73 zu bringen - da wo sie hingehören und letzten Sommer auch waren. Und trainieren. Auf den Langdistanzen und Anfang August auch im Badischen und der Pfalz. Und schließlich kurz vor dem Ötzi mit dem inzwischen wieder akzeptablem Gewicht und dem guten Trainingsstand ein wenig ruhiges Ausgleichstraining betreiben.
So - das muss doch klappen - odda? Ob da Doctortee mitfährt ist wieder unklar klar nicht so sicher oder doch. Aber egal ob oder wie - das nächste Projekt ist in der Pipeline - und das heisst Männerurlaub auf Malle - Radln im kommenden Spätwinter, um die Form in ungeahnte Höhen zu bringen für jedes der noch unbekannten Radlziele 2008. Für heute finis.

Donnerstag, 5. Juli 2007

Ein etwas anderes Training

Die letzten beiden Juniwochen.
Mööönsch - das war aber schön, am Gardasee (etwas südlich von Gargnano, Westufer...ca. 200m über dem See mit Blick auf den selben und diverse Olivenhaine).
Ausgewogene Mischung aus Faulenzen, Sightseeing und MTB-Fahrten - dreimal im 'Powermodus' (d.h. allein auf weiter Flur mit mir und dem Schweinehund) sonst mit David im Kindersitz hinten und mir als sehr vorsichtigem Ab- und zum Glück gut trainiertem Berg-Auffahrer.
David selbst ist ein guter Sozius, hat Spass bei der Sache und schläft bevorzugt in rumpligem Gelände ein, auf Sträschen und flacherem Gelände spornt er Vater auch gerne mit verschiedensten Mitteln an, als da wären schiebende Tritte in die Oberschenkel (allerdings sehr sanft), Kniffe und Klatscher auf den Po, Lautstarke rhythmische Anfeuerungen und kräftiges Wackeln am Kindersitz selbst.
Die Touren, die wir als Familienausflüge unternahmen, waren alle gut bis sehr gut fahrbar, das Geruckel in den Abfahrten kann durch entsprechend langsames und vorausschauendes Fahren auf nahezu Null minimiert werden und Auffahrten sind auch mit Zusatzgewicht kein Probem.
Es macht richtig Spass mit der ganzen Familie aktiv in den Bergen unterwegs zu sein - auch wenn eine 40km Tour halt mal sechs oder sieben Stunden dauert - einfach sehr entspannt - Urlaub eben :-)

Zum Ötzi: es scheint, dass mir eine Exklusivteilnahme droht - dennoch werde ich nun wieder vermehrt auf Rennradtraining gehen und zunehmend intensive Einheiten einbauen. Vorgestern (Dienstag mal 60 km in 1:52 gefahren, Puls immer im GA2 und EB), geplant sind Ausritte an Freitag und Samstag - da wieder primär im GA1. Freitag hoffentlich früh aus der Arbeit, und Samstag - zum Auftakt der Tour - kommt Davids Oma und ich fahre eine Prolog-prolog-Einheit und schau mir dann den Auftakt an....mal sehen, ob David vort der Glotze hängen bleibt.