Kurz vor unserem Juniurlaub habe ich übrigens die Thyroxineinnahme gestoppt.
Warum? Erstens war die Dosis so minimal, dass ich einfach mal probieren will, wie es geht ohne das Hormon. Zusätzlich habe ich keine Lust mehr, alle viertel Jahr zum Arzt zu laufen, Blut abnehmen zu lassen und die Feststellung zu hören, mein Wert sei unter 'normal' und dann wieder ein Päckle bekomme, dass wieder ein viertel Jahr reicht, um dann wieder.....
Sonntag den 15.07. kommt die erste Langdistanz unter die Räder: es ist angerichtet für die Pfaffenwinkelradrundfahrt. Diese entspannte Veranstaltung ist keine RTF (d.h. es gibt keine Punkte für die RTF-Wertung von Lizenzfahrern des Bund Deutscher Radler (BDR)), sondern einfach nur eine wunderwunderschöne Strecke, ausgeschildert von den Peitinger Radlern und von vielen sehr freundlichen und engagierten Helfern betreut. Es gibt vier Runden, die längste ist mein Ziel mit ca 205 km. Zwei Wochen später der Arberradmarathon (hier gibt's RTF Punkte), mit der 250 km Runde (eigentlich sind's nach meinem Tacho nur 240 km...aber die offiziellen Zahlen wollen wir mal als Referenz gelten lassen).
Etwas unheimlich ist mir die Pfaffenwinkelradrundfahrt (ein schönes Wort) - die fahre ich nun zum 5.mal in Folge - war sozusagen die Einstiegstour in die Marathonveranstaltungswelt - und da war bisher und wird auch Sonntag wieder sein nur schönstes Wetter. Wie machen die das? Pfaffenwinkel? Hat da vielleicht der Name theologisch begründete Bezüge zur Wettergestaltung? Wenn ja, bitte ich um weniger Wind als sonst - Sonne ist ok, aber es muss ja nicht immer so kräftig pusten, oder?!
Ich freue mich sehr auf die Pfaffenwinkelradrundfahrt (ein wirklich schönes Wort) - allerdings (und jetzt der Schluß zum einleitenden Thema) ist mir ein wenig bang: das Absetzen des DOpingmittels Thyroxin zeigt nach nunmehr vier Wochen zunehmend deutlich die Folgen des Fehlens der künstlichen Hormonzufuhr: bereitwillige Müdigkeit, wesentlich stärkeres Schwitzen und sehr starke Leistungsschwankungen. Die Summe dieser Erfahrungen läßt mich die aktuelle (wieder abflauende) Dopingdiskussion in ganz anderem Lichte sehen. Anders gesagt: Erfolg verwöhnt und es ist nicht leicht zu akzeptieren, dass der eigene Körper doch schon recht früh an seine Grenzen kommt. Andererseits erwacht nun in mir der Ehrgeiz, die Saisonziele ohne medizinische Hilfsmittel zu erreichen und es bleiben zwei Mittel, die Ziele dennoch zu erreichen: meine inzwischen wieder 76 kg auf unter 73 zu bringen - da wo sie hingehören und letzten Sommer auch waren. Und trainieren. Auf den Langdistanzen und Anfang August auch im Badischen und der Pfalz. Und schließlich kurz vor dem Ötzi mit dem inzwischen wieder akzeptablem Gewicht und dem guten Trainingsstand ein wenig ruhiges Ausgleichstraining betreiben.
So - das muss doch klappen - odda? Ob da Doctortee mitfährt ist wieder unklar klar nicht so sicher oder doch. Aber egal ob oder wie - das nächste Projekt ist in der Pipeline - und das heisst Männerurlaub auf Malle - Radln im kommenden Spätwinter, um die Form in ungeahnte Höhen zu bringen für jedes der noch unbekannten Radlziele 2008. Für heute finis.
Freitag, 13. Juli 2007
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